Hemdmode

Kleidung ist Teil der Menschheitsgeschichte und war stets mehr als nur ein Mittel zur Verhüllung und Schutz vor Witterungseinflüssen. Kleidung veränderte sich entsprechend den gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen und war über ihre reine praktische Funktion hinaus auch Symbol für Zugehörigkeit oder Abgrenzung, Status, Reichtum, Macht uvm. Die Schüler/innen des Schwerpunktes „Bildnerisches Gestalten und Werken“ machten sich im Rahmen des Unterrichts auf eine Zeitreise durch die Kostümgeschichte.

In der praktischen Aufgabe gingen sie dem Modeklassiker „Hemd“ auf den Grund. Wofür steht es? Was sagt es über den Träger aus? Was assoziieren wir mit diesem Kleidungsstück? Antworten auf diese Fragen wurden in der Gruppe schnell gefunden: Ein Hemdträger wirkt kompetent, verlässlich, verantwortungsvoll, seriös; Er hat einen guten Job, eine gute Position und etwas zu sagen.

Was man aber mit einem Hemd vermutlich nicht verbindet, sind Gefühle und genau darin bestand die Herausforderung für die Schüler/innen. Jede/r mit einem weißen Hemd und einem Gefühl wie Liebe, Hass, Trauer, Zorn, Freude oder Wut bewaffnet, hatte nun die Aufgabe aus seinem neutralen Hemd ein „Gefühlshemd“ zu gestalten. Es wurde genäht, gekleistert, gequiltet, gemalt, appliziert, Teile weggeschnitten, Kapuzen drangenäht uvm. Am Ende waren die Hemden nicht wiederzuerkennen.

Im Herbst wird aus den Serienbildern, die von den Schüler/innen und ihren Hemden gemacht wurden, im Fach Digitale Kunst ein Stopmotionfilm erstellt. Wir dürfen also gespannt sein!

(Text und Fotos) Mag. Birgit Schneitter

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