Bericht zur Exkursion zur Molekularen Medizin Uni in Innsbruck

Am 04. Februar 2013 war der Tag der offenen Tür der Molekularen Medizin an der Medizinischen Universität Innsbruck. Eine unerwartete große Gruppe von Schülern aus ganz Tirol (und kleinem Teil Vorarlbergs) besuchte diese Veranstaltung. Am Vormittag wurde das Studium an sich präsentiert und klar gemacht, dass unter anderem Pharmazie, Medizin, englische Terminologie und Mikrobiologie eine wichtige Rolle im Studium spielen.
Außerdem hatten wir auch noch eine Vorlesung über Krebs, die auf die Notwendigkeit des aufkommenden medizinischen „Trends“ der personalisierten Behandlung hinwies. 
Am Nachmittag blieben nur zwei Schüler um an den praktischen Arbeiten im Labor teilzunehmen. Eine der faszinierendsten Stationen war die, in der man aus seinem eigenen Speichel mit Hinzufügen von Spülmitteln und Schnaps seine DNS sichtbar machen konnte. Leider funktionierte der Versuch bei uns nicht, ein möglicher Grund dabei könnte sein, dass wir die isotonische Salzlösung nicht lange genug im Mund gespült und sich die Zellen der Mundschleimhaut nicht abgelöst hatten. In der nächsten Station wurde die simpelste Möglichkeit DNS zu „lesen“ vorgestellt: die Gelelektrophorese auf einem Agarosegel-Pad. In Vertiefungen wurden DNS-Stücke, die mit einem Farbstoff und einem beschwerenden Mittel versetzt wurde, gelegt und durch Anlegen starker Spannung wandert die DNS indirekt proportional zur Länge durch das Gelpad. Durch UV-Licht konnten die Basenpaare sichtbar gemacht werden. 
Wir beschäftigen uns nicht nur mit DNS sondern auch mit Bakterien und deren Reaktion auf bestimmte Antibiotika. Gezüchtet werden diese Bakterien in Petrischalen, in denen ein gewisser Nährboden, der immer aus Agar, einem proteinreichen Algenextrakt, mit artspezifischen Zusatzstoffen versetzt ist.Anschließend wurde uns demonstriert, welche Rolle Bakterien und Pilze in der Lebensmittelindustrie zur Verfeinerung und vor allem Aromatisierung von Lebensmitteln (Käse, Speck u.Ä.) spielen.

Schlussendlich konnten wir beobachten, wie man lebende Zellen unter einem sehr starken Mikroskop filmen kann, und durch diesen Film die Bewegungen von speziellen Zellapparaten sichtbar machen.
Es war ein sehr interessanter, aber auch anstrengender Tag.

Daniel Strolz/ Michael Thöni (7a )

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